Und oder – Hauptsache in Balance

Mahlzeit. Es ist kurz nach Mittag, also Nachmittag bzw. später Mittag. Ich bin mir aber durchaus bewusst, dass es einige Mitmenschen gibt, die um diese Zeit schon Kaffeetrinken, Kuchen oder süsse Brötchen oder Toasts essen und sich dabei freuen auf der Welt zu sein und gesund. Schön, ich freue mich mit ihnen, wobei ich grad tatsächlich erst zu Mittag gespeist habe oder kann ich die Bandnudeln mit Mischgemüse, gekocht in Hühnerbrühe entweder als festliches Sonntagsmenue oder sogar als vegane Nudelsuppe ohne schlechtes Gewissen deklarieren, denn schließlich war nicht mal ein einziger Würfel oder Streifen von leckerem Hühnerfleisch dabei. Ich habe heute zum ersten Mal in der Woche richtig gesund gegessen, nehme ich mir zu der Sichtweise mal jene Ansichten der wirklichen Veganer dazu. Aber dennoch mag ich mit keiner einzigen Faser von mir aus freiwillig zum Veganer mutieren. Ich brauche Fleisch und Fisch oder Wurst und Käse bzw. einen bunten veränderlichen Mix aus allem. Ich kann sonst nicht so gut leben und nachdenken und ich werde nach kurzer Abstinenz zur Diva. Und nein, auch dieser Riegel schafft keine wirkliche Abhilfe. Ich werde grantig, fahrig, unnett und bekomme den Wunsch ganz bald wieder irgendein tierisches Eiweiß zu mir nehmen zu wollen. Würde ich diese freiwillige Studie über längere Zeit an und mit mir ausführen, würde ich sicher ganz bald zur Oberdiva mutieren… So in der Art haben mich bisher nur wenige Mitmenschen erlebt, was auch besser ist, denk ich, denn ein paar kleinste Geheimnisse sollte sich jeder bewahren. Ich möchte auch gar nicht meine kotzbrockige Seite zeigen. Ich bin lieber nett und freundlich, gut gelaunt mit dem kleinen Lächeln stets auf den Lippen, was man derzeit nun ja aber leider nicht immer sieht. Ich erfreue mich trotzdem an vielen Dingen, aber im Moment verspüre ich sehr oft das Gefühl über etwas zu lächeln. Schadenfreude nennt man es. Es tut noch mehr gut zu erfahren, dass andere das Leben ebenfalls auf die leichte Schulter nehmen und so mit ihrem Humor grieskrämigen Mitbürgern doch vielleicht einen winzigen Hauch von positiven Gefühlsregungen entlocken können. Es würde sich auch kontraproduktiv auswirken ständig alles mit dem Stock im A oder  Rücken zu betrachten, zu beurteilen oder zu vollbringen… Tut man es doch nach diesem Schemata gilt man schnell im Umfeld als Langweiler, Bürokrat oder so etwas in der Art. Spontan fallen mir noch mehr Synonyme ein, aber der Nettigkeit der Leser gegenüber, verzichte ich loyaler Weise besser doch darauf. Ich bin ja nicht bewusst ein Unmensch und machen wir uns nichts vor, ein Jeder hat Schwächen. Zum Glück, denn wie wäre die Welt langweilig, bestünde sie nur aus Perfektionisten.

Wobei aber dennoch der größte Teil der Menschheit von sich aus annimmt „einfach unverbesserlich zu sein“. Also die Summe aller (!) Summanden. Die Krönung. Die Spitze des Eisberges. Das Produkt der Multiplikatoren. Das Ergebnis Jahrtausendwährender Evolution. Nicht ein Bruchteil einer Person mit extremster Expertise ist noch fähig mir das Wasser zu reichen. Ja ne, ich mein natürlich nicht mich mit mir, denn befinde ich mich in der Nähe einer solchen Vollendung fühle ich mich klein, sehr klein. Ich schaue ehrfürchtig nach oben und bewundere still und leise diesen Fachmann / diese Fachfrau um deren Expertise. Ich bin schon stolz nicht so weise zu sein. Ich käme auch gar nicht mit solch einem hohen Status zurecht. Ich würde mich so nicht in meiner Haut wohlfühlen. Ich hätte stets panische Angst, dass mich irgendwann ein Jemand toppen könnte. Das würde ich sicher nicht ertragen können und in tiefste Depressionen oder eine andere psychische Krankheit verfallen. Für mich gäbe es keine Arznei oder Therapie dagegen, da ich ja nicht ein Jeder bin, sondern ich, der mit seiner, pardon ich bin weiblich- ihrer Fachkenntnis der Fachkenntnisse unschlagbar ist. Da geht nichts mehr.

Ich würde also, wie erwähnt sehr sehr krank werden. Mit welcher Therapie wäre es dennoch möglich mich über kurz oder lang doch zu gesunden? Am einfachsten wäre es meinen Kontrahenten auszuschalten, ihn auf eine einsame Insel zu bringen oder ihn in einer Höhle zwischen unüberwindbaren Klippen auf Nimmerwiedersehen einfach still und heimlich auszusetzen. Ihm / ihr seine Expertise mithilfe von Technik abzunehmen, wäre sicher auch noch eine Methode und mir es dann einzuflößen. Natürlich ist es auch machbar, dass ich Tag und Nacht zig Bücher in mich reinzusauge, um noch mehr als die Vollendung zu wissen. Ich kann natürlich auch einfach ihm* das Wasser gönnen, denn sein* Verhalten zeigt mir, dass es definitiv gut ist dumm zu sein. Zumindestens dümmer im Vergleich zu äußerst schlau… Ach ja, Sie können sicher eventuell nichts mit dem KABA-Syndrom anfangen. Ich fand in der Zeit meiner aktiven Studien mal diesen Begriff: Kompetentes Auftreten bei Ahnungslosigkeit. Also viel Schein im Gegensatz zum wirklichen Sein…

Ich habe bisher unzählige dieser vermeintlichen Schlaumeier kennen und schätzengelernt und noch viel mehr am praktischen Beispiel gelernt, dass ich gar nicht so sein möchte. Für keinen Preis. Ich bin froh nicht so erhaben zu sein. So unvermittelt dumm sich als schlau darzustellen. Alle diese Leute leiden unter dem 

KABA-Syndrom. (Erkl. weiter oben)

Na, vielleicht nicht alle, aber der große Teil zumindest. Dennoch ist es diesen Personen möglich über ihre sehr zahlreichen Schwächen mit einer Art Theater / Rollenspiel hinwegtäuschen. Der Feind wird still und leise behende benebelt, so dass dieser außer Zug gesetzt ist. Schachmatt ist er aber nicht, nur soweit betäubt, dass er sich nicht mehr aktiv zur Wehr setzt. Er* könnte sonst im unpassenden Augenblick die Vollendung auflaufen lassen und was gibt es Schlimmeres als geächtet oder verspottet zu werden und oder als doch nicht so perfekt erwischt zu werden? Mir fällt grad nichts ein. Doch. Es ist noch deprimierender, wenn meine Fans erfahren und oder erkennen, dass ich all die Zeit meine eben doch schon vorhandenen zahlreichen Schwächen in einer Rolle gekonnt übertünscht hab. Sollte der Fall auftreten, wäre ich nicht nur einen Teil meiner Fangemeinde los, sondern mein hoher Status wäre für ewig erschüttert und dies will ich ja nun gar nicht. Es bleibt mir also in der Tat nichts übrig als meine Position mit aller Macht zu verteidigen. Ich trete so oft wie nur möglich in Erscheinung und gebe zu jeder winzigen Banalität mein Statement dazu. Egal ob dies nun ein Fakt ist oder nur eine Ansicht. Es wird schwer werden herauszufinden, ob ich etwas wahres oder nur eine Prognose und oder meinen Glauben publiziert habe, denn schließlich bin ich ja als ich unverbesserlich, außer, Sie wissen, was ich meine. Falls nicht, scrollen Sie sich einfach mal einige Wörter weiter hoch.

Ja und für mich ist es jetzt schwer den Bogen zu dem zu finden, warum ich heute eigentlich angefangen habe den Artikel zu bloggen. Gestern habe ich über das Ge-ge’e philosophiert und heut sind es Studien. Um in Studien etwas zu studieren, zu erforschen oder einfach nur eine Fragestellung zu beantworten, braucht man nicht unbedingt einige von vielen Freiwilligen und Probanden. Es reicht aus an sich selbst zu forschen oder mit sich selbst, denn schließlich ist man ungesund und möchte erfahren, wie man genesen kann. Ich kann daher nicht nachvollziehen, warum man für klinische Studien z. T. gesunde Probanden sucht, welche sich mit Medikamente vollpumpen lassen und man so erfahren will, dass diese kranken Patienten hilft. Das kann ich einfach nicht verstehen… Selbst wenn ich sehr gründlich darüber grübele. Ich opfere mich zwar auch gern für gute Zwecke, um anderen etwas Gutes zu tun, aber ich würde mich für kein Geld der Welt anwerben lassen, bei sowas mitzumachen. Sicher profitieren von diesen Ergebnissen Andere, aber als humane Laboratte zu fungieren, ist schon sehr krass. Bis vor einigen Jahren hab ich ab und zu mal solche Einladungen per Post bekommen. Doch seit einige Gesetze verschärft und geändert wurden, sucht man auf anderem Wege nach Freiwilligen. Auch das ist ein Thema, welches ich auf den verschiedensten Kanälen mit viel Ausdauer verfolge. Deshalb macht es mich schon nachdenklich, dass ich in den sozialen Medien öfter mal eine Nachfrage, ob es für das Projekt X auch eine Entschädigung gäbe, lese. Der finanzielle Anreiz möge für manchen sich freiwillig anzumelden, sofern man nach dem Ausfüllen des Fragebogens auch geeignet ist, dennoch im Vordergrund stehen, was ich auf jeden Fall nicht gut finde. Ich habe keine leiseste Ahnung, warum ein Mensch auf vollstes Risiko geht, denn im Extremfall ist es möglich, dass er* einige Zeit später, nach Beendigung der Studie eventuell an den Folgen sogar leider verstirbt. Seine Familie wird zwar dann finanziell entschädigt für seine vermeintliche Lebensdauer, aber der Proband hat davon nichts mehr. Ob und inwie weit es ein Gedenken-Register für solche aufopferungsvollen Helden gibt, weiß ich nicht. Sollte dennoch etwas bei der Studie schiefgehen, erhält der Held die Rente durch die Versicherung, welche er* gezwungen ist für die Studie im Vorfeld abzuschließen. Ein Teil der zu entstehenden Kosten wird ebenfalls abgedeckt. Dennoch ist es nicht ausgeschlossen, dass man nicht doch noch Rechnungen aus eigener Tasche tragen muss. Man setzt sein Leben und seine Gesundheit aufs Spiel und erhält dafür ein Honorar sowie ein paar kostenlose Gesundheitsleistungen. Leider finde ich im Internet nicht eine Angabe, wie hoch die Police in etwa ist, sondern nur die Info, dass dies von den verschiedensten Faktoren abhängig ist, was mich annehmen lässt, dass das Etat, was der Proband erhält vermutlich für die Versicherung fast vollständig draufgeht. Also verbleibt vermeintlich plus minus Null oder nur ein kleiner Bruchteil. Ich empfinde darüberhinaus die Gesetze in Hinblick auf klinische Studien mit der Absicherung von Helden unzureichend, denn wird bspw. eine Studie frühzeitig beendet oder revidiert, endet der Anspruch auf Leistungen durch die Versicherung. Das ist definitiv ein Fass ohne Boden, extrem unverschämt und fahrlässig. Wobei es mich interessiert, inwieweit der Freiwillige über diese Nebenwirkungen und Risiken umfangreich sowie auch verständlich aufgeklärt wird…

Vermutlich genauso gründlich, wie bei der Coronaimpfung. Entweder lässt du dich impfen, du lässt dich impfen oder du lässt dich impfen. Risiken und oder Nebenwirkungen, ja, können auftreten. Schließlich tust du es ja nicht nur für dich. Du tust es ja aus Solidarität und was sind diese Mikrozimperlichkeiten im Vergleich wert? Einen Hauch von Nichts und oder Nichts. Banalitäten. Ferner treten einige Spätfolgen erst nach etlichen Jahren auf. Ich bin zwar weder Arzt noch Wissenschaftler, aber ich studiere gern „Fachliteratur“, auch Gesetze und Verordnungen genannt. Vor wenigen Wochen war das Medizinrecht mal meine auserkorende Pflichtlektüre, da ich mir einige offene Fragen in Eigenregie beantworten musste und fand allerlei Informationen, die ich so tiefgründig noch nie gelesen habe, diese aber schon als sehr interessant empfinde. Ein Arzt, im Ruhestand oder einer der nicht mehr praktiziert muss selbst zehn Jahre nach der Aufgabe der Praxis noch immer versichert mit einer Haftpflicht sein. Somit bleibt dieser Mitglied der Ärztekammer. Ganz unfreiwillig, aber positiv im Interesse von Patienten. Falls die dann auch durchkommen durch den ganzen Bürokratismus, der in solch einem Fall sich ergibt. Ich bin mir nicht sicher und ich mag nur ungern verleumden, aber ich denk, dass man fast bewusst ihm so Beine stellt. Es gibt durchaus genug Mitbürger, denen es nicht leicht fällt Anträge, Formulare und dergleichen seitenweise spielend auszufüllen und welche resolut sind das immer wieder zu tun, da irgendein Vordruck noch fehlt. Es bedarf in der Tat etwas Expertise. Wer die auch nicht erwirbt und erwerben kann, wird vermutlich noch ein wenig mehr ungesund und muss sich eventuell in weitere ärztliche Betreuung beigegeben. Der Fall, dass dies eintritt, ist auf jeden Fall denkbar, denn wer krank ist, hat die Voraussetzung für noch mehr Ungesundheit. An der Stelle belasse ich es so. Ich bin nicht gewillt Sie über Di oder und Eustress aufzuklären, geschweige denn über NO-O-NO. Oxidativer Stress. Ein durchaus interessantes Thema, mit welchem man sich aber nicht ganz freiwillig selbst beschäftigt. Außer du weißt, dass die Gesetze, welche es von deinen Mitmenschen zu befolgen gilt, von denen aus eigenem Ermessen in die Pause versetzt wurden. Dann suchst du dir freiwillig derartige Lektüre. Wobei es ziemlich gut war unfreiwillig freiwillig diese ganzen Fachbücher zu lesen, so im Nachhinein betrachtet. Ich habe viele Zusammenhänge verstehen gelernt und dank der Kausalität den Ursprung der Ungesundheit gefunden. Die Quelle jeglicher Art von Ungesundheit. Nur wenige Ausnahmen gibt es. Einige Studien in Form von Labortests haben das Puzzle vervollständigt. Mit keiner Faser möchte ich es nicht gemacht haben. Ich bereue es nicht, auch wenn ein kleines Vermögen für die Biomarker, welche ein Gott in Weiß noch nicht mal kennt oder noch nie in seinen „Studien“ davon gehört hat, draufgeging. Es war schließlich aus Solidarität, um tatsächlich einen Fortschritt in der Medizin zu schaffen. Dennoch ist es jetzt Zeit für mich (un) freiwillig zu einer anderen Zeitepoche zu wechseln. Wissenschaft profitiert durch Erkenntnisse und in sich gehen, um zu überdenken, was man noch besser machen könnte. Es führt also kein einziger Weg dazu jemanden von seiner wahren Positionierung, die man resolut vertritt, überzeugen zu wollen, um aus unfreiwillig ein freiwillig zu produzieren. Deshalb hilft auch keine noch so „gute“ und beständig wiederholte Werbung, sich freiwillig ohne Zwang impfen zu lassen. Das was derzeit und in den letzten Monaten vonstatten ging, ist definitiv auf keinen Fall mehr – Impfinformation. Für ein Arzneimittel so dermaßen extrem zu werben, ruft unfreiwillig zum Nachdenken auf. Freiwillig ohne und oder.

Gesund ist die ganze Gesellschaft nicht mehr. Es gibt tatsächlich nur wenige Menschen, welche noch gesund sind. Wir alle sind ein bisschen oder zwei bisschen krank. Einer mehr, einer ein wenig mehr. Ich kann daher sehr gut verstehen mit welcher Methodik mich ein Veganer versucht von seinem Ideal zu überzeugen. Vor wenigen Wochen habe ich mich mal mit einem über das Fachgebiet unterhalten können. Ich bin nur fast gar nicht zu Wort gekommen. Ich wurde immer wieder in meinen Ausführungen unterbrochen. Ich habe noch nicht mal versucht mich gegen diese Ideologie zu währen, habe aber klar vermittelt, dass ich eben nicht vegan werden kann, weil es für mich ungesund ist. Sie wissen schon, was ich meine – ich werde zur Diva ohne Eier, Käse, Fleischprodukte oder Fisch. Mein Gesprächspartner hingegen erkannte gleich in einer Sichtdiagnose, dass ich sehr ungesund sei. Stimmt nicht. Ich bin zumindestens gesünder als er. Ich lasse nämlich mein Gegenüber stets aussprechen, falle selten bis nie ins Wort und akzeptiere andere Ansichten. Dieser Veganer konnte das neulich auf jeden Fall nicht. Sollte definitiv daran liegen, dass ich aufgrund meiner, ah so „ungesunden“ Ernährung, stets genug B-Vitamine zu mir nehme, welche man braucht, um klar denken und handeln zu können. B-Vitamine sind am besten aus tierischer Nahrung biochemisch verstoffwechselbar. Ich bin und bleibe gesundheitsorientiert und somit bis in alle Ewigkeit Unveganer. Auch wenn mir vielleicht beim nächsten Treffen der junge Mann dieses „ich bin eine Mörderin, da unvegan“ auf den Leib tätowiert.

Fressen und gefressen werden. Leben und Leben lassen. Und oder und oder? 

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